Über mich

Ich wurde 1979 in Wien geboren. Trotz offensichtlicher künstlerischer Begabungen war ich nach der Matura nicht sicher, was ich studieren sollte und entschloss mich – hauptsächlich wegen fehlenden Mutes, die Aufnahmsprüfungen an den Kunstuniversitäten zu machen – für die Studienrichtungen Vergleichende Literaturwissenschaft und Spanisch. Nach einem Auslandsaufenthalt in Mexiko City, wo ich meine Diplomarbeit vorbereitete, und meinem darauf folgenden Studienabschluss arbeitete ich zwei Jahre lang als Journalistin bei einer großen österreichischen Tageszeitung.  Diese Arbeit machte mir viel Freude und ich vermisse sie auch heute noch immer wieder! 

2005 und 2007 kamen meine ersten beiden Söhne Ferdinand und Leonard zur Welt. Während den ersten Schwangerschaften und der Zeit mit den Kindern kam meine kreative Ader wieder viel stärker an die Oberfläche und ich begann, nebenbei zu malen. Ein Auslöser dafür war der erste Gipsabdruck, den mein Mann und ich 2005 in meiner ersten Schwangerschaft anfertigten. Ich hatte damals ganz zufällig in einem Schwangerschaftsforum über Gipsabdrücke gelesen und war von der Idee begeistert. So etwas wollte ich auch unbedingt haben! Mein erster Gipsabdruck war natürlich eine sehr einfache Bastelarbeit, nur mit Gipsbinden und Farbe hergestellt, ohne Aufhängevorrichtung …

Als ich knapp zwei Jahre später mit meinem zweiten Sohn schwanger war, überlegte ich, nach der Kinderbetreuungszeit nicht mehr zum Journalismus zurückzukehren, sondern mich selbständig zu machen und zu versuchen, Gipsabdrücke für andere Frauen herzustellen und nach Wunsch zu bemalen. Nach und nach entstanden – zuerst für Freundinnen – die ersten bemalten Gipsabdrücke und eine einfache Homepage. Da die Idee, den Zustand der Schwangerschaft und den sich rundenden Bauch plastisch festzuhalten, zu dieser Zeit in Österreich noch wenig bekannt war, berichteten gleich mehrere Zeitschriften und Zeitungen über meine Kunst und es kamen zahlreiche Rückmeldungen. 

Als sich nach den ersten Jahren zeigte, dass ich mir die Arbeit mit Gips und Farben, sowie die zahlreichen Kontakte mit schwangeren Frauen und ihren Kindern viel Freude machte, beschloss ich, mich in dieser Richtung weiterzubilden. Ich machte einen Kurs für Dekorations- und Wandmalerei, um meine Maltechnik zu verbessern und besuchte Kolleginnen in Deutschland, um neue Abformtechniken zu lernen. Hier war vor allem mein Besuch bei Stefanie Stolzenburg in Karlsruhe wegweisend, die sich laufend mit Techniken und Neuheiten im Bereich der Materialien und Techniken beschäftigt und für mich eine große Hilfe war, die Qualität meiner Arbeit zu verbessern.

Im Jahr 2015 schließlich musste das Bauchkunst-Atelier eine längere Schaffenspause einlegen, da meine Zwillinge Antonella und Jonathan zur Welt kamen und gemeinsam mit ihren großen Brüdern reichlich Aufmerksamkeit ihrer Eltern beanspruchten. Bis heute ist es so, dass meine vier Kinder einen großen Teil meiner Energie und Zeit brauchen; die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein großes und schwieriges Thema für mich. Trotz allem darf aber jede meiner Bauchkunst-Kundinnen sich volle Aufmerksamkeit erwarten, und vor allem ein Kunstwerk, das höchsten Qualitätsansprüchen genügt und mit viel Liebe und Zeit angefertigt wurde. Die Arbeit an meinen Bauchabdrücken, den Babyabdrücken oder allen anderen künstlerischen Werken macht mir nach wie vor viel Freude. 2018 darf ich nun mein 10-jähriges Bauchkunst-Jubiläum feiern.